
Anlässlich der Ausstellung Intermezzo von Kaarel Kurismaa freut sich die Kunsthalle Zürich, Kurismaas langjährigen Weggefährten, den Künstler Kiwa, zu einer Sound-Performance einzuladen. In den frühen 2000er-Jahren begannen Kurismaa und Kiwa im Rahmen des von ihnen begründeten Metabor Festivals zusammenzuarbeiten, bei denen sie synchronisierte Klangsituationen entwickelten, die unter anderem auch Live-Performances mit Kurismaas Klangobjekten umfassten. Das Live-Set in der Kunsthalle Zürich greift diese Zusammenarbeit fort und aktiviert die Skulpturen im Kontext der Ausstellung.
Kiwanoid (alias Kiwa) ist ein estnischer interdisziplinärer Künstler, der seit den frühen 1990er-Jahren aktiv ist. Er hat an über 400 Ausstellungen und Festivals weltweit teilgenommen, darunter Präsentationen im Moderna Museet (Malmö), in der Tate Modern (London), im Stedelijk Museum (Amsterdam) und bei The Kitchen (New York).
Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Klang, bildender Kunst, Performance und Text. Sie bildet eine fortlaufende hypertextuelle Untersuchung von Bedeutungsproduktion, kulturellen Codes sowie der Konstruktion kollektiver und persönlicher Mythologien.
Kiwa begann Ende der 1980er-Jahre mit Klang zu experimentieren, spielte in den 1990er-Jahren in mehreren High-Velocity-Punkbands und wandte sich um 2000 der experimentellen elektronischen Musik zu. Dabei konzentrierte er sich auf unkonventionelle Klangstrukturen und eigens entwickelte Kompositionssysteme. Seine Aufnahmen erschienen unter anderem bei Mille Plateaux und Glitch Please.



