
Ruth will vergessen. Meret ist auf der Suche. Sie treffen sich auf einer Bank, sie sitzen, sie schauen, sie reden. Still und verloren, dicht und konzentriert. Schicht für Schicht legen sie eine familiäre Schuld frei, begegnen ihrer Sehnsucht nach Nähe und der Angst, ihrer Verantwortung nicht gerecht zu werden. Wie genau die beiden wirklich zusammengehören, ob sie Verwandte oder Wahlverwandte sind, ob sie überhaupt real sind oder bloss von der andern geträumt, diese Fragen umkreist das Stück. Die Theatermusikerin Anna Trauffer mischt sich in den Dialog der Frauen ein und macht Ungesagtes hörbar.
«Die Bank» von Beatrice Stebler ist ein poetisches Theater unter freiem Himmel. Dabei lauschen die Zuschauer:innen dem Dialog der beiden Frauen über einen Kopfhörer.