
Zoltán, ein Stotterer, bricht immer wieder zusammen unter dem Druck seines Lehrmeisters, den Erwartungen seiner Familie und dem Drill in der Kaserne. Jedesmal rappelt er sich wieder auf und sucht Trost in der Sprache. Er, der eigentlich selber der Sprache nicht mächtig ist, liebt Wörter und Poesie. Sein einziger Freund ist der übergewichtige Mitrekrut Jenö, der bei einer Militärübung ums Leben kommt.
Erzählt wird von Einsamkeit, Empfindsamkeit und Freundschaft. Eine Geschichte von jungen Männern, die nicht ins System passen, wieder und wieder gedemütigt und so zu Schwachen gemacht werden. Die Figur des Zoltán ist dem Roman «Schildkrötensoldat» von Melinda Nadj Abonji entsprungen und bringt nun auf der Bühne ein starkes Stück Literatur zum Klingen.